Neben der Kleingärnterei, der Führung eines Vereins und vieler weiterer „Hobbies“, bin ich nun auch unter die Hobby-Imker gegangen. Unser Kleingartenverein möchte die ökologische Vielfalt fördern. Also sollten Bienen in unsere Anlage einziehen. Darum muss sich ja nun jemand kümmern. Dieser jemand bin ich, zusammen mit Sabrina.

Da bietet es sich an die eigenen „Anfänger“-Erfahrungen auf meinem Blog festzuhalten. Die Planungen und Vorbereitungen zum Einzug des ersten Bienenvolkes liegen hinter uns und die erste Woche mit unseren eigenen „Honigproduzenten“ haben wir gemeistert.

Ich lese gerne und viel, wenn das Thema spannend ist auch mal ein Sachbuch oder sehr gerne auch Fachforen und ähnliches. Nachdem Sabrina das Thema Bienen für den Kleingarten auf die Tagesordnung gebracht hat und mich einer befreundeten Imkerin vorgestellt hatte, war mein Interesse definitiv geweckt. Es wurde also gelesen, was ich so in die Finger bekommen habe.

Die Bienenhaltung ist per se nicht kompliziert, nötigt einem aber schon eine gehörige Portion Respekt ab. Vieles kann man erlesen, aber gerade der ruhige und besonnene Umgang mit einem ganzen Bienenvolk ist etwas das nicht in Büchern richtig aufgeschrieben werden kann. Also musste Praxiserfahrung her…

Das Familienzentrum Grünhöfe in der Braunstraße hat bereits zwei Bienenvölker und mit Ivonne Strenge eine engagierte Imkerin. Bei Ivonne durfte ich also meine erste richtige Erfahrung mit den summenden Insekten machen. Ich war tierisch aufgeregt und hatte auch ein bisschen Schiss vor der riesigen Menge an potentiellen Stacheln…

Als ich das erste Rähmchen mit gefühlt tausenden wuselnden Insekten in den Händen hielt, hatte ich meinen ersten Aha-Effekt als angehender Hobby-Imker. DENN: Bienen sind einfach nur chillige, coole Zeitgenossen. Sie lassen sich in der Regel durch nichts aus der Ruhe und ihren Arbeitsabläufen bringen.

Der zweite Aha-Effekt stellte sich kurze Zeit später ein. In einem Imkeranzug mit Hut und Schutzschleier fühlt man sich gleich viel sicherer und ist automatisch viel ruhiger. Dies überträgt sich auch auf die Bienen. Meine Sorge nach Stichen und einem überfallartigen Angriff von stechwütigen Insekten, war völlig unnötig und hollywoodreif überzogen.

Vorbereitungen oder wenn es schneller geht als gedacht…

Nach der ersten Stunde in der Pflege von Bienen war klar: Das schaffen wir. Also ging es an die ersten Vorbereitungen. Der ursprüngliche Plan war einfach: Eine Saison Ivonne und ihren Bienen im FMZ über die Schulter schauen und lernen. Nächstes Jahr sollten dann bei uns in die Kleingartenanlage die Bienen einziehen.

Wie es mit Plänen so ist: sie sind nur gut, wenn man sie umwirft. So lief es nun auch bei uns. Ivonne meinte einfach ausprobieren und mit der Zeit am praktischen Beispiel lernen.

Gesagt, getan. Es wurde ein Platz für die Bienen gesucht und gefunden. Eine alte Gartenlaube konnte als „Bienenlaube“ weiterverwendet werden und direkt dahinter ruhig und sicher ein Platz für die Bienenbeuten eingerichtet werden. Es wurde eine Normalmaßbeute nach Dr. Liebig besorgt und in passendem gartengrün angestrichen. Werkzeuge und Zubehör eingekauft, die „Bienenlaube“ aufgeräumt und dann war es letzte Woche soweit. Wir sind in unsere nagelneuen „Imkerblusen“ geschlüpft und habe unsere Bienen einlogiert.

Die Bienen ziehen ein…

In die neue Beute ist ein Jungvolk mit ihrer Königin eingezogen. Die junge Königin ist aus dem Mai diesen Jahres. Wir haben von einem anderen Hobby-Imker das Volk auf insgesamt 11 DNM Waben mit Brut, Honig- und Pollenwaben bekommen.

Die Beute steht nun seit etwas mehr als einer Woche in unserer Kleingärtneranlage und die Sammelbienen können schon häufig auf Blüten entdeckt werden. Es freut uns sehr, dass das Bienenvolk den neuen Standort schon so gut angenommen hat. Die erste Kontrolle am Sonntag zeigte uns viele Waben mit Brut und ein sehr lebendiges Bienenleben in der Beute. Wir sind und bleiben gespannt. Ich werde euch über die gewohnten Wege auf dem Laufenden halten.

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